Der Deutsche Buchpreis 2020

Am 12. Oktober wird zum 16. Mal der Deutsche Buchpreis verliehen, der den besten deutschsprachigen Roman des Jahres auszeichnet.
Die siebenköpfige Jury, hauptsächlich bestehend aus Literaturredakteur*innen und Buchhändler*innen, hat in der letzten Woche die Longlist bekannt gegeben, d.h. die 20 Romane, die in die engere Auswahl kommen. Dies sind (in alphabetischer Reihenfolge):

• Helena Adler, Die Infantin trägt den Scheitel links (Jung und Jung, Februar 2020)
• Birgit Birnbacher, Ich an meiner Seite (Paul Zsolnay, März 2020)
• Bov Bjerg, Serpentinen (Claassen, Januar 2020)
• Arno Camenisch, Goldene Jahre (Engeler, Mai 2020)
• Roman Ehrlich, Malé (S. Fischer, September 2020)
• Dorothee Elmiger, Aus der Zuckerfabrik (Carl Hanser, August 2020)
• Valerie Fritsch, Herzklappen von Johnson & Johnson (Suhrkamp, Februar 2020)
• Thomas Hettche, Herzfaden (Kiepenheuer & Witsch, September 2020)
• Charles Lewinsky, Der Halbbart (Diogenes, August 2020)
• Deniz Ohde, Streulicht (Suhrkamp, August 2020)
• Leif Randt, Allegro Pastell (Kiepenheuer & Witsch, März 2020)
• Stephan Roiss, Triceratops (Kremayr & Scheriau, August 2020)
• Robert Seethaler, Der letzte Satz (Hanser Berlin, August 2020)
• Eva Sichelschmidt, Bis wieder einer weint (Rowohlt Hundert Augen, Januar 2020)
• Anne Weber, Annette, ein Heldinnenepos (Matthes & Seitz Berlin, Februar 2020)
• Olivia Wenzel, 1000 Serpentinen Angst (S. Fischer, März 2020)
• Frank Witzel, Inniger Schiffbruch (Matthes & Seitz Berlin, Februar 2020)
• Iris Wolff, Die Unschärfe der Welt (Klett-Cotta, August 2020)
• Jens Wonneberger, Mission Pflaumenbaum (Müry Salzmann, Oktober 2019)
• Christine Wunnicke, Die Dame mit der bemalten Hand (Berenberg, August 2020)

Diese Liste wird nun weiter selektiert und am 15. September die Shortlist, bestehend aus sechs Romanen, bekanntgegeben. Die Preisverleihung findet dann am 12. Oktober, am Vorabend der Frankfurter Buchmesse, statt. Wer den Preis entgegennehmen darf, wird erst an diesem Abend verraten. Der oder die Preisträger*in erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalist*innen, die es ebenfalls auf die Shortlist geschafft hatten, erhalten jeweils 2.500 Euro. Aufgrund der aktuellen Coronasituation findet die Verleihung als Livesendung statt und wird aus dem Kaisersaal des Frankfurter Römers übertragen.

Wer mehr über die nominierten Titel wissen möchte, hat diverse Möglichkeiten, sich zu informieren:

  • In vielen Buchhandlungen ist ein kostenloses Lesebuch zur Longlist erhältlich, das Leseproben und Informationen zu den Autoren enthält.
  • Beim Podcast-Radio detektor.fm, gibt es online und in der App Hörproben zu den 20 Titeln der Longlist.
  • Ab Ende August werden auf der Webseite https://www.deutscher-buchpreis.de/ und den Social-Media-Kanälen des deutschen Buchpreises kurze Videoclips erscheinen, die einen ersten Eindruck von den nominierten Romanen und ihren Autor*innen vermitteln.
  • Auch die Buchblogger sind eingebunden: 20 Literaturblogger*innen stellen in den kommenden Wochen unter dem Hashtag #buchpreisbloggen je ein Werk vor. Die Rezensionen finden sich auf der Webseite http://www.deutscher-buchpreis-blog.de und auf den Social-Media-Kanälen des deutschen Buchpreises.
  • Der Podcast http://www.papierstaupodcast.de wird die nominierten Titel ebenfalls vorstellen.

Im letzten Jahr wurde Saša Stanišićs Werk „Herkunft“, erschienen im Verlag Luchterhand, ausgezeichnet.

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